Sonntag, 10. September 2017

Vientos del Caribe

Am Sonntag, dem 10. September 2017 standen Vientos del Caribe auf der Bühne der Freien Klänge. Die fünf Musiker brachten die Wärme des Sommers und den Rhythmus und Drive der karibischen Musik in die dicken Mauern der Festung Mark.
Jeannifer Martin – Gesang
Christoph Baselt – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Orlando Carmona Garcia – Percussion
Marko Philipp – Schlagzeug

Während noch Geräusche vom im Innenhof stattfindenden Hoffest leise durch die Festungsmauern kommen, setzt die Band mit einer Kraft und mitreißenden Stimmung ein, die alle anderen Töne vergessen macht. Die fünf Musiker brachten Musik mit, wie sie sonst auf sonnigen Inseln mit warmen Stränden und fröhlichen Menschen erklingt. Aber irgendetwas ist doch anders als erwartet: zu hören sind nicht die soundsovielten Versionen von Guantanamera oder Chan Chan, sondern vor allem bekannte Rock- und Pop-Titel, die die Musiker an die karibischen Rhythmen anpaßten. Wie Pianist Christoph Baselt, von dem die Adaptionen und Arrangements stammten, erklärte, werden von der Band die englischen Titel nicht "einfachen so" gecovert: "Für die Musik unserer Band und für unser aktuelles Album Metamorfosis suchen wir uns Titel aus, die vom Gefühl her zu den karibischen und kubanischen Rhythmen passen, fügen auch noch eigene Texte hinzu und machen sie damit zu etwas eigenem". Und so wirkte die Musik dann auch  – vertraut und doch so ganz anders. Später waren dann natürlich auch Titel wie Bésame mucho zu hören, die selbstverständlich nicht fehlen durften.

Montag, 4. September 2017

Vorschau September

Am Sonntag, dem 10. September 2017 wird es bei den Freien Klängen karibisch warm in den dicken Festungsmauern. Ab 18 Uhr stehen dann Vientos del Caribe auf der Bühne.
Jeannifer Martin – Gesang
Christoph Baselt – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Orlando Carmona Garcia – Percussion
Marko Philipp – Schlagzeug

Die Band mit Musikern aus Deutschland und Cuba gründete sich 2008 in der Absicht, die klassischen kubanischen Songs der 50er und 60er Jahre in neue Gewänder zu kleiden und eine neue Sicht auf die wundervolle Musik der Karibik, insbesondere der aus Cuba, zu eröffnen. In ihrer Musik konzentrieren sie sich hauptsächlich auf den „Son Cubano“, die „Cha Cha Cha“ und den „Bolero“. Darüber hinaus arrangieren sie bekannte Popmusik-Hits im Salsa-Stil.


Die Zuhörer werden auf eine Zeitreise durch die schönsten und bekanntesten Melodien der Zuckerrohrinsel mitgenommen. Schon das kurze Video macht neugierig auf die lebendige karibische Musik. Mehr davon auf der Webseite der Band und dann auf jeden Fall (und natürlich noch besser!) live bei den Freien Klängen. Schauen wir mal, ob sich auch die Bar des Hauses auf die Musik einstellt und passende Drinks und Cocktails bereit hält. 

Sonntag, 11. Juni 2017

Les Seraphines

Das Konzert am 11. Juni wurde wieder gemeinsam mit Magdeburgs Telemann-Konzertreihe "Telemania" gestaltet. Als Besonderheit stand bei  Les Seraphines auch der "Telemania"-Organisator, Marco Reiß, auf der Freie-Klänge-Bühne.
Bettina Hartl – Bandoneon, Klavier, keltische Harfe und Gesang
Romy Nagy – Violoncello, Tanpura und Gesang
Marco Reiß – Violine
Manfred Preis – Klarinette und Bassklarinette
Andreas Pasemann – Orgel, Truhenorgel und keltische Harfe
Marco Reiß,  Bettina Hartl, Andreas Pasemann
und Romy Nagy (von links nach rechts)

Die vier Musiker von Les Seraphines (Manfred Preis mit seinen Klarinetten war kurzfristig verhindert), die in ihrer Musik Elemente "von Orient bis Okzident" verarbeiten, begannen ihr Konzert mit klassischen Klängen. Aber schon da ließ die Zusammenstellung der Instrumente aufhorchen. Für Kammermusik sind die Harfe und vor allem auch das Bandoneon doch etwas ungewöhnlich. Mit dieser Instrumentierung und modernen Spielweisen waren die barocken Klänge erfrischend neu und interessant zu erleben.

Viele der Stücke hatte Bettina Hartl entweder selbst komponiert oder neu arrangiert. Auch ihr Bandoneon brachte sie eindrucksvoll zur Geltung, etwa wenn durch dessen Baßtöne ein Stück von Heinrich Ignaz Franz Biber sehr düster klang. "Ich mag den Klang des Bandoneons", sagte sie, "mit dem einer Orgel ähnlichen Klang paßt so schön hierher". Überwiegend aber war das Konzert von fröhlichen, lebendigen Tönen erfüllt. Die im Hauptberuf in unterschiedlichen Orchestern tätigen Musiker haben sich sammengefunden, um außerhalb ihrer Orchester gemeinsam zu spielen, Melodien nach ihrem Geschmack zusammenzustellen, manchmal auch zu mischen. Da können dann durchaus mal Abstecher in die Filmmusik dabei sein, wie Bettina Hartl sagte. Mitunter begleitete auch Gesang die Instrumentalstücke, legte sich wie ein zartes Tuch über die Streicherklänge, verbreitete eine träumerische Stimmung. So wie in "Purpurfarben", einer Eigenkomposition von Bettina Hartl. Sie und Romy Nagy sangen teils mit leisen und melancholischen, teils kräftigen Stimmen zu den von  Bandoneon und Cello kommenden Borduntönen, setzten Ihren Gesang wie ein Instrument ein.

Samstag, 20. Mai 2017

Vorschau Juni

Das Konzert am 11. Juni wird wieder gemeinsam mit "Telemania" gestaltet. Wenn dann Les Seraphines auftreten, wird auch der "Telemania"-Organisator, Marco Reiß, auf der Freie-Klänge-Bühne stehen.
Bettina Hartl – Bandoneon, Klavier, keltische Harfe und Gesang
Romy Nagy – Violoncello, Tanpura und Gesang
Marco Reiß – Violine
Manfred Preis – Klarinette und Bassklarinette
Andreas Pasemann – Orgel, Truhenorgel und keltische Harfe

Das Ensemble Les Seraphines wurde im Frühjahr 2012 von der Komponistin und Musikerin Bettina Hartl  gegründet. In seinem Programm 'Zwischen Okzident und Orient' verbindet das Quintett mit den Instrumenten Violine, Violoncello, Klarinette, Bassklarinette, Bandoneon, Truhenorgel, Klavier, keltischen Harfen, indischer Tanpura und Gesangsstimmen Kompositionen von Bettina Hartl, die sowohl durch die Epoche des Frühbarock als auch durch persische und indische Sufi-Musik geprägt sind und zudem keltische Elemente aufweisen. Dazu kombiniert es neuartige Arrangements alter barocker Meister sowie eigene Improvisationen.

Alle Ensemblemitglieder kommen ursprünglich aus dem klassischen Musikbereich. Einige von ihnen spielen bei den Berliner Philharmonikern, der Magdeburgischen Philharmonie und dem Kammerorchester Berlin. Neben ihrer Orchester - und Kammermusiktätigkeit ist es die Beschäftigung mit der Mystik verschiedener Kulturen, aus der sie die Inspiration für ihre Improvisationen und Interpretationen gewinnen. Die Neugier auf musikalische Experimente und Verbindungen unterschiedlicher Musikansätze hat sie in diesem Projekt zusammengeführt.

Les Seraphines singt in den Sprachen Persisch, Sanskrit, Keltisch, Latein, Italienisch, Spanisch, Englisch und in Phantasiesprache. In der Fusionierung westlicher und östlicher Musikeinflüsse erforschen die Musiker deren unterschiedliche Wirkungsweisen. Die Freiheit, die sich am Übergang vom 16. zum 17. Jahrhundert sowohl in der westeuropäischen als auch in der persisch- nordindischen Musik heraushören lässt, greift Les Seraphines wieder auf und lässt sich von der belebenden Virtuosität und dem Improvisationspotential beider Strömungen inspirieren.

In der Verbindung von Orientalischem und Okzidentalischem sieht das Ensemble vor dem Hintergrund eines bewussten Miteinander die Möglichkeit eines Weges zu einer ganzheitlicheren, weltoffeneren Musik.

Bereits das Konzert im Mai war nahezu restlos ausverkauft – es wird empfohlen, Karten bereits im Vorverkauf zu erwerben: im Orga-Büro in der Festung Mark (Mo.-Fr.: 10 – 12 Uhr & 13 – 16 Uhr), an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder rund um die Uhr und bequem von zu Hause direkt hier online.